YOGA

yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ
Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Bewegungen des Geistes
Patanjali Yoga Sutras I.2

Für mich ist Yoga Friede im Kopf, mit allen anderen und mit mir selbst. Auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene. Es ist ein schwer beschreibbares Gefühl, das man durch jahrelange Praxis kultivieren kann. Und jeder Mensch hat die Möglichkeit, durch die Praxis von Yoga, diesen Frieden in sein Leben zu bringen.

Yoga ist so viel mehr als die Körperhaltungen – die so genannten Asanas. Diese helfen uns lediglich, unseren Körper stark und beweglich zu machen und ihn auf die weiteren Schritte am Yogapfad vorzubereiten.

Jeder Mensch, der atmen kann, kann auch Yoga praktizieren. Und hier spreche ich nicht von halsbrecherischen Verbiegungen, sondern von individuell abgestimmten Übungen. Ein guter Yogalehrer geht individuell auf jede Schülerin und jeden Schüler ein, und holt sie dort ab, wo er/sie gerade steht. Passt das Yoga an den Menschen an – und nicht den Menschen an das Yoga. Das mag ganz am Beginn der Yogapraxis sein, oder schon irgendwo mitten am Yogaweg.

 

Ashtanga Yoga nach Patanjali – der 8-gliedrige Pfad

Patanjali beschreibt in seinen vor über 2.000 Jahren geschriebenen Yoga Sutras unter anderem den 8-gliedrigen Yoga-Pfad.

YAMA – Umgang mit Anderen
Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Asteya (Nicht-Stehlen),  Brahmacharya („Enthaltsamkeit“ / Reinheit) und Aparigraha (Freisein von Besitzgier)

NIYAMA – Umgang mit sich selbst
Sauca (äußere und innere Reinheit), Samtosha (Bescheidenheit, Zufriedenheit, Genügsamkeit), Tapas (Selbstbeschränkung, Disziplin), Svadhyaya (Studium & Selbststudium) und Ishvara Pranidhana (Gottvertrauen).

ASANA – Körperhaltungen

PRANAYAMA – Atemkontrolle

PRATYAHARA – Ausrichtung der Sinne nach Innen / Kontrolle über die Sinne

DHARANA – Konzentration

DHYANA – Meditation

SAMADHI – Versenkung, Selbsterfahrung