Rückblick: 2 Wochen auf Yogaretreat mit John Scott in Goa

Obwohl ich schon seit 2 Wochen wieder  von meinem Yogaretreat in Goa zurück bin hab ich meine unzähligen Eindrücke noch immer nicht ganz verarbeitet. Auch wenn Goa von Indien-Kennern gern als „Indien für Anfänger“ bezeichnet wird waren die 2 Wochen sehr überwältigend. Die Menschen, die Natur, die Geräusche, Gerüche und Farben – die ganz andere Mentalität und Lebenseinstellung der Inder… Zu Beginn ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich mal umgestellt hat, vermisst man gewisse Dinge wenn man wieder daheim ist.

Kuh am Straßenrand

John und das Purple Valley

Die schönsten Geschenke sind ja die, die man sich selber macht. Dieses Yogaretreat war mein letztes Weihnachtsgeschenk an mich selbst. Und am 30. März war es endlich so weit: mit dem Nachtflug machte ich mich auf nach Indien. Viele schlaflose Flugstunden und einmal Umsteigen in Delhi später landete ich in Goa. Und war gleich mal ziemlich überwältigt von der Hitze und dem Verkehr. Autos die „auf der falschen Seite“ fuhren, permanentes Gehupe und alles eigentlich sowieso total chaotisch (nach 2 Wochen in Goa hab ich das System verstanden – und mittlerweile find ich die Art wie teilweise bei uns gefahren wird ziemlich seltsam).

Mein Gott, war ich froh, als ich endlich im Purple Valley Ashtanga Yoga Retreat Center in Assagao angekommen bin. Das Purple Valley liegt in Nordgoa und ist seit Jahren spezialisiert auf Ashtanga Yoga Retreats. In der Zeit von November bis April kommen die tollsten internationalen Ashtanga Yoga Lehrer um ihre (üblicherweise 2 Wochen dauernden) Retreats zu halten. Der Retreatplan für die nächste Wintersaison ist übrigens seit ein paar Tagen online 😉

Welcome to Purple Valley
Terrasse im Purple Valley
Sonnenaufgang vor der Zimmertür
Nicht nur gesund, sondern auch super gut!

Das Retreat wurde von John Scott und seinen 5 Teacher Assistants Helen, Tracey, Roee, Lee und Ming geleitet. John praktiziert seit etwa 30 Jahren Ashtanga Vinyasa Yoga und hat selbst viel Zeit in Mysore bei Pattabhi Jois verbracht (Zitat John: „He adjusted me in every Asana“). Seine Spezialität ist die „COUNTED METHOD“, also die ganze Ashtanga Vinyasa Serie in Sankrit „durchzuzählen“ – wie ein Mantra. Natürlich hab ich den Sanskrit Count in meiner Yogalehrerausbildung gelernt, wenn man ihn aber nicht regelmäßig praktiziert, verschwindet er genauso schnell wieder. Dieses Retreat eignete sich also wunderbar, mich wieder ein bisschen darin zu üben – Motto des Retreats: „Kathi lernt zählen!“

Im Yogaretreat beginnt der Tag recht früh…

Jeden Tag außer Samstag trafen wir uns um 5:30 in der Yogashala. Die erste halbe Stunde für Meditations- und Pranayamaübungen, und um 6:00 begannen wir dann mit den Asanas. Die tägliche doch sehr intensive Praxis noch dazu bei tropischen Temperaturen war zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Ich hab mich aber sehr schnell akklimatisiert und jede Minute auf der Yogamatte sehr genossen. Schöner Nebeneffekt: alles was zu Hause vom vielen Schreibtisch-sitzen noch gezwickt hat, was nach 3 Tagen weg.

Yogashala um 5:30

Neben den täglichen Morgeneinheiten gabs auch noch 3x die Woche einen Nachmittagsworkshop zu den unterschiedlichsten Yoga Themen.

Nachmittagsworkshop

Und sonst so?

Nach der Morgenpraxis geht’s dann mal (eventuell mit einem kurzen Zwischenstop im Pool) zum Frühstück. Das Feine an einer so frühen Yogapraxis ist, dass man wirklich noch den ganzen Tag vor sich hat. An den Workshop-freien Nachmittagen sind wir meistens zum Strand gefahren: wir haben uns unter anderem Arambol angesehen, und noch ein zwei andere Strände getestet, unser absoluter Favourite war das Palmgrove Beach Resort am Ashwem Beach, ungefähr eine halbe Stunde vom Purple Valley entfernt. Der Strand war sehr ruhig („It’s the end of the season“) und mit den vielen Palmen gabs dort echtes Karibik-Feeling.

Palmgrove Beach Resort
Ashvem Beach
Handstand Fun am Strand
Strandverkäuferinnen bei der Arbeit
Coconut Lady – see that knive?
Der Sonne beim Untergehen zusehen…

Tage mit Nachmittagsworkshops haben wir meist am Pool verbracht…

Relaxen am Pool

… oder wir haben einen Ausflug gemacht – zum Beispiel zum Markt nach Mapusa.

Gemüseverkäuferinnen
Trockenfisch – besser die Luft anhalten…
Hier riechts schon viel besser…
Am Markt gibt’s alles!

Der freie Samstag musste schließlich auch noch genutzt werden um einen Ausflug nach „Old Goa“ zu machen – ja, wir haben uns das dortige Museum angesehen (und viel über die Portugiesische Geschichte Goas gelernt), außerdem 2 Kirchen (50% der Einwohner Goas sind katholisch – durch die Portugiesen) und natürlich einen Tempel und eine Gewürzfarm.

Ganesha darf in keinem Taxi fehlen 😉
Hindutempel mit Chris und Alison

Conclusio

Yogaretreat ist toll! Goa ist toll! Purple Valley ist toll! John Scott ist toll! Ich will wieder hin!

Ein Yogaretreat ist eine tolle Erfahrung! Ich bin ganz alleine und ohne besondere Erwartungen nach Indien geflogen und wurde auf allen Ebenen positiv überrascht. In Goa gibt es wunderschöne Plätze und die Einheimischen sind sehr freundlich. Die tägliche so intensive Yogapraxis hat mir wirklich gut getan, ich habe von John und seinem Teacher Team wirklich viel gelernt und was auch nicht ganz unwichtig ist: ich habe viele sehr nette Menschen aus aller Welt kennen gelernt!

 

Warst Du schon mal auf Yogaretreat? Was hat Dir dabei besonders gut gefallen? Erzähl von Deinen Erfahrungen!

 

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